Zu viele Ausbildungsabbrecher - Pidde informiert sich in Regelschule Waltershausen

Veröffentlicht am 08.04.2016 in Bildung & Kultur
Noel Gerhardt, Edgar Steinacker
Noel Gerhardt, Edgar Steinacker, der Rennsteig - das Rückrat des Thüringer Waldes

„Hier wird eine hervorragende Berufswahlvorbereitung geleistet“, stellt Dr. Werner Pidde beim Besuch der Regelschule Waltershausen fest. Der Landtagsabgeordnete beklagt, dass in Thüringen zu viele junge Menschen ihre Ausbildung abbrechen. Von den 26100 Azubis haben im vergangenen Jahr 7800 ihren Ausbildungsvertrag wieder aufgelöst. „Deshalb ist es wichtig, dass Ihr euren Abschluss macht und dann einen Beruf findet, der zu euch passt und der euch erfüllt“, rät der SPD-Politiker den Schülern. „Unsere Gesellschaft braucht jeden einzelnen von euch, aber mit einer guten Ausbildung."

Zuvor stellte Lea-Sophie Hohlbein, Schülerin der 10. Klasse, das Berufswahlkonzept an ihrer Schule vor. Dabei arbeiten alle zwei Wochen Neunt- und Zehntklässler für einen Tag in einem Unternehmen. Der Kontakt zu den Firmen wird über den Förderverein „Bowaco“ und das „FöBi“ in Gotha hergestellt. Die Bandbreite der Firmen reicht von Continental in Waltershausen bis hin zu Velux in Sonneborn. Die Schüler erlangen so einen Einblick in die Tätigkeiten in den jeweiligen Unternehmen und Branchen und können herausfinden, welcher Beruf zu Ihnen passt. „So habe ich bereits meinen Ausbildungsplatz als Altenpflegerin bei der AWO gefunden“, erzählt die Schülerin stolz.

Des Weiteren stellten einige Zehntklässler Ihre Projektarbeit vor. Dabei befassen sich die Schüler in kleineren Gruppen mit einem selbst gewählten Thema und schreiben dazu eine Hausarbeit, welche sie am Ende vorstellen und einen Teil der Abschlussprüfungen darstellt. Pidde zeigt sich erfreut über das Interesse der Schüler an den vielfältigsten Themen, von der Skisprungschanze in Oberhof bis hin zur Geschichte des Snowboards.

Auch über die Beschulung von Kindern, welche nicht Deutsch als Muttersprache haben, informierte die Schulleiterin Regine Herrmann. Die Schützlinge legen große Neugier und Wissbegier an den Tag. Die Pädagogin erklärt, dass viel mit Bildern gearbeitet wird und der Erfolg nur durch ständiges Wiederholen einsetzt. Es muss aber auch immer wieder mit Händen und Füßen gearbeitet werden. Erst wenn die Kinder zwischen 8 und 16 Jahren fit in der Alltagssprache sind, können sie in den jeweiligen normalen Klassen beschult werden.

 


Jimmy Voigt, Snowboard

Mark Blüthgen, Florian Hofmann, Skispringen -
eine Sportart die begeistert

Patrick Seyring, Kanada -
faszinierende Landschaften

 

 

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